Ladakh 2017



 Im Sommer 2017 ging es zur zweiten Reise mit Achi Association in den Himalaya nach Ladakh. Dieses mal standen die Fortführung der Restaurierung in Heniskut, die Beendigung der Arbeiten in Kanji und die Besichtigung der Tempel in Mulbekh und Photoskar auf dem Plan. Nach der Ankunft und der üblichen Akklimatisierung Phase in Leh war unser erster Stop das Dorf Kanji welches in einem Nebental des Indus liegt. Der kleine Dorftempel wird inzwischen seit 2000 durch ein Team der Achi Association Restauriert. Dieses Jahr wurden nun die letzten Retuschen (Strichretursche) durchgeführt und der Sockel final bearbeitet, sodass es zum Abschluss der Arbeiten nach fast 17 Jahren Restaurierung gekommen ist.

 

Der Tempel von Heniskut liegt nicht unweit von Kanji auf einem monumentalen Felsen gelegen. Inzwischen erfreuen sich die fragmentarischen Malereien aus dem 14 Jahrhundert über ein neu errichtetes Dach welches sie vor Wind und Wetter schützt. Aufgabe dieses Jahr waren Reinigungsversuche sowie das Kitten der feinen Risse und Fehlstellen.

 

Das Dorf Mulbekh liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Ladakhs Hauptstadt Leh und Srinagar in Kaschmir. Mulbekh bildet die Religionsgrenze zwischen dem islamischen Teil Ladakhs im Westen und der vorwiegend buddhistisch geprägten Bevölkerung im Osten. Mulbekh ist außerdem Berühmt für seine riesige in Fels gemeißelte Maitrea (Buddha des zukünftigen Zeitalters) Statue aus dem 7. Jahrhundert n. Chr. Unweit davon thront auf einem Kalksteinfelsen der Nyima Lhakhang. Zunächst wurde eine Begehung des Tempels von Restauratoren und Architekten vorgenommen und die entstanden Ergebnisse mit dem zuständigen Komitee besprochen. Die folgenden Tag untersuchte ich die Malereien genauer auf ihren Bestand und Zustand und testete einige Konservierungsmethoden zu Festigung und Reinigung. Alle meine Ergebnisse wurden schlussendlich in meiner Bachelorarbeit zusammengefasst.


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